„Stay Rebel“ – ein Festival kommt nach Limbach-Oberfrohna

Am 18.9. veranstalten wir auf dem Marktplatz in Limbach-Oberfrohna ein unkommerzielles Festival unter der Überschrift „Stay Rebel“. In ähnlicher Form ist dies schon seit mehreren Jahren auch in der Chemnitzer Innenstadt Praxis und erfreut sich jedes Jahr vieler Besucher_innen aus unterschiedlichsten Kreisen. Dabei war ein breites Musikprogramm, sowie zahlreiche Bildungs- und Unterhaltungsprogramme angeboten, – so dieses Jahr auch in Limbach-Oberfrohna.

Worum es geht

Doch wobei handelt es sich bei dem Festival mit diesem provokativen Namen? In erster Linie geht es darum, ein alternatives und unkommerzielles Angebot zu schaffen, welches sich speziell gegen Sexismus, Homophobie, Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus richtet. So soll eine demokratische und tolerante Gesellschaft gefördert werden. Es soll kulturelles Programm mit politischen Inhalten verknüpfen, um so Jugendliche zum Handeln – zum „stay rebel“ – bewegen.

Was wird passieren?

Geplant ist, dass das Programm um 12:00 Uhr eröffnet wird. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt mehrere Informationsstände und die Kinderecke zu besuchen sein werden. Natürlich werden ab da an auch erste Redebeiträge
von unterschiedlichen Gruppen gehalten. Weitere Gruppen werden im Laufe des Tages die Möglichkeit haben, sich zwischen dem Bühnenprogramm zu Wort zu melden.

Musik von Rap bis Hardcore

Unser Musikprogramm bedient sich unterschiedlichster Genres, um möglichst vielen Jugendlichen etwas bieten zu können. Zuerst tritt der sächsische Liedermacher Fidl Kunterbunt um 13:00 Uhr mit seinen revolutionären und sehr emotionalen Texten auf. Danach gibt es 14:00 Uhr eine Ladung Hardcore/Punk von der aus Burgstädt stammenden Band Fallobstfresser. Mit ihren Texten positionieren sie sich gegen die Grauzone innerhalb der Punk-Szene und rufen zum politischem Handeln gegen Faschismusauf. Ab 15:30 Uhr treten „der politisch visionäre und zügellos gesellschaftskritische Knatterton“ und seine Frau Johanna mit ihren kritischen Hip-Hop-Texten auf.

Podiumsdiskussion zur Bedeutung alternativer Jugendkultur

Um die politische Aussage auch in der Debatte zu vermitteln, ist ab 17:00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Warum alternative Jugendkultur?“ geplant. Hier soll vor allem die Notwendigkeit des Projekts „Doro40″ auf der Dorotheenstraße 40 in Limbach diskutiert werden. Das Mobile Beratungsteam Sachsen wird dabei moderieren.

Drum ‚n‘ Bass und Feuershow

Im Anschluss gibt es um 18:30 Uhr etwas zum Tanzen: die aus Chemnitz stammende Fraktion 42 legt Drum‘n'Bass auf, um das Bühnenprogramm abzurunden. 19:30 Uhr soll eine Feuershow für groß und klein das Ende der Veranstaltung einleiten.

Vorträge und Film in Zelten

Soweit so gut. Doch das war bisher nicht alles:
Zwei Vortragszelte sollen für den inhaltlichen Teil sorgen. Um 14:30 Uhr wird die Opferberatung Chemnitz (RAA) im Zelt 1 eine Situationsbeschreibung der regionalen Entwicklung von rechten Übergriffen geben, indem sie rassistische und rechtsmotivierte Angriffe in Limbach-Oberfrohna und Umgebung schildert und statistisch auswertet. Im Zelt 1 geht es 16:00 Uhr mit dem Thema „Was tun gegen Rechts?“ weiter. Hierbei werden vom NDC aus Chemnitz Handlungsmöglichkeiten gegen Rechts mithilfe von einem Workshop und einer Diskussionsrunde aufgezeigt. Im Zelt 2 geht das Programm um 15:00 Uhr mit einem Vortrag „Nazis im Hardcore“ los. Dabei wird ein Referent die Geschichte des Hardcore, sowie den Versuch der Unterwanderung der Nazis in diese Jugendbewegung erläutern. Um 16:00 Uhr wird die in etwa halbstündige Dokumentation „Festung Europa“ im Zelt 2 gezeigt. Dabei soll die Einwanderungspolitik der EU kritisch durchleuchtet werden. Anschließend
folgt eine Diskussionsrunde.

Infostände, Angebote für Kinder und vieles mehr

Parallel zu dem Programm werden mehrere Gruppen, Initiativen, Vereine, etc. die Möglichkeit haben, sich mit ihren Infoständen zu präsentieren, um ihre Ziele, Aktivitäten und Bildungsmaterial den Besucher_innen näher zu bringen. Einen Stand betreuen werden unter anderem das Bunte Bürgerforum für Demokratie, die Gewerkschaft FAU Sektion Süd-West-Sachsen, die Soziale und Politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V., der Karo e.V. und viele mehr.

Wie oben schon einmal erwähnt wird es eine Kinderecke geben – betreut von der regionalen Diakonie und unabhängigen Einzelpersonen. Dabei wird es ein buntes Programm von Basteln über Malen bis hin zum auf Stelzen laufen geben. Während hier die Kinder in behutsamer Aufsicht sind, können sich die Eltern entspannt der Musik bzw. den Vorträgen/Workshops widmen.

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt: die relativ günstige VoKü (Volxküche) bietet veganes Essen an, um zu zeigen, dass eine vegane Ernährung auch gesund und lecker sein kann. Wir stellen auch eine Bar, an der es neben Erfrischungsgetränken auch mal ein kühles Bier geben wird.

Zum Schluss wollen wir noch all unseren UnterstützerInnen danken, denn ohne diese wäre das „Stay Rebel“ niemals möglich geworden. Ein herzlicher Dank geht auch an all Jene, die bei der Kampagne „20€ für Kultur im Hinterland“ mitmachten.

Vielen Dank
Soziale und Politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.