Bis zu zehn Jahre Haft für Neonazi möglich

Vor dem Amtsgericht Zwickau hat der Prozess gegen einen 20-jährigen Neonazi begonnen, dem vorgeworfen wird den alternativen Jugendclub „Soziale und Politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna“ in dem sächsischen Ort in Brand gesteckt zu haben.

Der Angeklagte soll mit vier weiteren Mittätern in den Jugendclub in Limbach-Oberfrohna eingedrungen sein und dort mit Hilfe von Spray und Brandbeschleunigern Feuer gelegt haben. Der Jugendclub brannte aus, zudem mussten vier Personen aus dem Nachbarhaus aufgrund der starken Rauchentwicklung evakuiert werden. Anschließend sollen die Angeklagten den Notruf der Polizei gewählt haben und die Mitarbeiter mit rechten Parolen belästigt haben.
Aktive rechte Szene in Limbach-Oberfrohna

„Die Anklageschriften füllen mehrere Ordner“, erklärte der Pressesprecher des Amtsgerichts Zwickau, Richter Stephan Zantke gegenüber Panorama. Für den Prozess sind mehrere Tage angesetzt, ein Urteil wird nicht vor Ende September erwartet. „Ich rechne damit, dass der Angeklagte eine mehrjährige Jugendhaftstrafe absitzen muss“, so Zantke. Das zulässige Strafmaß für die dem Angeklagten vorgeworfenen Tagen liegt bei bis zu maximal zehn Jahren Jugendhaft.

Panorama hatte über die Vorfälle in Limbach-Oberfrohna berichtet. Dort gibt es eine aktive rechte Szene, die immer wieder Jugendliche einschüchtert und terrorisiert.
Stand: 06.09.2011 12:33

Quelle: http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/limbachoberfrohna101.html