So wars: Graffiti ist Kunst – Keine Schmiererei

Am 14.07.2012 fand der erste „Urban Arts“-Tag in der Dorotheenstraße 40 statt. Rund 30 Teilnehmer_innen gestalteten unter professioneller Anleitung aus Berlin über den Tag verteilt die Fassade der „Doro 40“. Von vier bis 80 waren alle Altersklassen vertreten und in entspannter Atmosphäre wurde den Teilnehmer_innen ein interessantes Programm geboten.

Auftakt war ein Impulsvortrag zweier Mitglieder des „archiv der Jugendkulturen e.V.“.

Es wurden Entstehung und Werdegang der Graffitikultur erläutert, auf Rechtliches eingegangen, es gab eine Einführung in Computersoftware und das Ganze wurde noch mit vielen Beispielen anschaulich gemacht – ob Fotografie oder Youtube-Clip umfangreiche Darstellung inspirierten die Anwesenden zur Eigeninitiative. So wurden Ideen zur Gestaltung von allen Anwesenden gesammelt und gemeinsam über die Ausführung beraten.

Zwei Gruppen bildeten sich „Graffiti“ und „Druck/Stencil“. Die Gruppe „Graffiti“ machte sich an die Gestaltung der Frontseite während „Druck/Stencil“ sich mit den Fensterverkleidungen auseinandersetze.

- „Graffiti“ musste die Wand weißen und ein Gerüst vorbereiten. Hier ein großes Dankeschön an die netten Nachbarn die Holzkonstruktionen zur Verfügung stellten.
- Die Außenfassade erhielt derzeit das Grobmotiv Skizze inklusive Einführung in Werkzeug und Methodik. Danach machte sich der erste Teil der Gruppe an die Umsetzung und nach und nach entstand das Kunstwerk.

- „Druck/Stencil“ war einer intensiven Diskussion über Inhalt und Außenwirkung ausgesetzt. Ideen wurden gesammelt, verworfen und kombiniert. Erste Motive beraten und kreiert.
- „Druck/Stencil“ bringt ihre Ergebnisse in die Öffentlichkeit

Nach rund 7 Stunden gab es dann Abendessen. Im Anschluss danach gab es den Part der kritischen Auseinandersetzung mit der Subkultur, sowie den paradoxen Umgang mit dieser. Ein gelungener Ausklang einer optimal austarierten Veranstaltung zwischen Theorie und Praxis.

Quelle: http://mthielicke.blogsport.de/2012/07/14/so-wars-graffiti-ist-kunst-keine-schmiererei/