Eine Vortragsreihe zur Asylpolitik in Deutschland

Veranstaltet von der Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna:

Flyer herunterladen

Was, Wann, Wie?
Handlungsmöglichkeiten auf allen Ebenen:
- rechtlich, gesellschaftlich, politisch

04.07.2013 Esche-Museum | Sachsenstraße 3
18:30 Uhr 09212 Limbach Oberfrohna
Asylbewerber_innen, die vor ihrer Abschiebung stehen, sind politischen Entscheidungen hilflos ausgesetzt. Wie stark sich der Mensch in die neue Gesellschaft eingebracht, sich für diese aufgeopfert und seinen Teil für diese beigetragen hat, stellt keinen Wert für die Entscheidungsträger_innen dar. In eben diesen Fällen liegt es an außenstehenden Menschen sich gegen die Abschiebung einzusetzen, um dem
Mitmenschen weiterhin ein sicheres Leben ermöglichen zu können. Doch was kann man für abschiebungsgefährdete Menschen tun und besteht die Möglichkeit schon vor der gewissen Abschiebung zu handeln?Kein Mensch ist illegal und unter eben diesem Motto wird zum Abschluss dieser Vortragsreihe eine Diskussionsrunde stattfinden, in welcher die Fragen nach Handlungsmöglichkeiten, rechtlichen Grundlagen und Verhaltensregeln im Falle einer Abschiebung behandelt werden.Teilnehmer der Diskussion sind:
Jörn Wunderlich (MdB)
Rola M. Saleh (AG In- und Ausländer e.V.)
Rena Maniry (Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.)
Moderation:
Juliane Wetendorf (Kulturbüro Sachsen e.V.)

Die Pogrome der 90er Jahre:
Wenn Rassismus zur Praxis wird

13.06.2013 Dorotheenstraße 40
18:30 Uhr 09212 Limbach-Oberfrohna
Anfang der 90er Jahre erreichte die Gewalt gegenAsylbewerber_innen, Flüchtlinge und Verfolgte ein neues Niveau; als Asylbewerberheime unter den Augen jubelnder Passant_innen von Neonazis und Sympathisant_innen mit Steinen und Molotow Cocktails beworfen wurden und die Polizei überfordert zusah. Dieser Höhepunkt der Gewalt hatte eine Vorgeschichte, welche von Vorurteilen, Zukunftsängsten und Rassenhass geprägt waren. Die politischen Folgen dieser Taten sind ebenso fragwürdig wie die Taten selbst und zeigen noch heute ihre Nachwirkungen. Zu Beginn der Vortragsreihe wird das Thema: Pogrome der 90er Jahre, sowie deren Ursachen und Folgen behandelt. Eine Aufarbeitung und Analyse jener Verbrechen ist für die heutige Arbeit mit Flüchtlingen und die generelle gesellschaftliche Haltung zu diesen grundlegend, um Gefahren früher zu erkennen und den generellen Umgang mit Flüchtlingen zu verbessern. Die Initiative „Rassismus tötet“ führt anschaulich in dieses Themengebiet ein und gibt Einblicke in die Ursachen, Folgen und Abläufe dieser Gewalttaten und dem Spektrum, welches sie umgibt.

Hinter den Kulissen deutscher
Flüchtlingspolitik
- zur gegenwärtigen Situation

20.06.2013 Esche-Museum | Sachsenstraße 3
18:30Uhr 09212 Limbach-Oberfrohna
Oft wird man mit Aussagen wie Asylbewerber_innen bekämen alles geschenkt und würden Arbeitsplätze gefährden, konfrontiert, doch fernab dieser reaktionären Binsenweisheiten existiert eine Wirklichkeit, die ein vollkommen anderes Weltbild darstellt.Es ist ein weiter Weg vom Flüchtling zum_r Asylbewerber_in und selbst als Asylbewerber_in ist man noch lange nicht sicher in diesem Land. Ständige Angst vor Abschiebung und Repressalien jeglicher Art erschweren die einfachsten Alltagsaktivitäten dieser Menschen. Schon das kurze Verlassen des Asylbewerberheimes ist ein schwieriges Unterfangen und der tägliche Einkauf mit einer Vielzahl an Unannehmlichkeiten verbunden. Der Alltag eines_r Asylbewerber_in in Deutschland gleicht mehr dem eines Gefängnisinsassen statt dem eines normalen freien Menschen. Der 2. Vortrag dieser Reihe erörtert eben diesen Alltag und die Wahrheit über das Leben als Flüchtling in Deutschland. Der „Sächsische Flüchtlingsrat e.V.“ berichtet von Erlebtem und Alltäglichem, was Flüchtlinge in Deutschland erwartet. Des weiteren wird auf Gesetzeslage und die Rechte von Flüchtlingen undAsylbewerber_innen verwiesen, um das aktuelle Asylrecht zu verdeutlichen.